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HENNY REENTS
Zur Person Henny Reents wird 1977 im ostfriesischen Wittmund geboren, studiert zunächst Tanz in Leipzig und Amsterdam, bevor sie nach ihrem Diplom 1998 ihr Schauspielstudium an der Schule für Schauspiel Hamburg beginnt. 2000 entdeckt Max Färberböck sie für seinen Film September. Es folgen Auftritte in Serien, Hauptrollen in den PRO7-Filmen „Verfluchte Beute“ und „Bei hübschen Frauen sind alle Tricks erlaubt“ und 2004 außerdem ein weiterer Kinofilm „Erkan und Stefan – Der Tod kommt krass“. 2005 dreht sie einen „Doppelten Einsatz“ sowie das Drama „Die Entscheidung“ (arte). Für das ZDF übernimmt sie die Hauptrolle in „Deutschmänner“ und auf Sat1 ist sie in der Hauptrolle in „Das total verrückte Wunderauto“ zu sehen. 2006 beginnt mit den Dreharbeiten zu „Kaltmiete“ und einer Rolle im ARD-Film „Spur der Hoffnung“. Im Anschluss dreht sie eine Episode der RTL-Serie „Post Mortem“, das Kinoprojekt „Hamsterjob“ und „Peer Gynt“ für den ZDF-Theaterkanal. Danach steht sie für die ZDF-Hauptabendserie „Doktor Martin“ neben Axel Milberg vor der Kamera. 2007 spielt sie die Episodenhauptrolle der Folge Alles im Griff im „Großstadtrevier“, übernimmt eine Rolle in dem Corazón international-Film „Chiko“ und spielt die Hauptrolle in dem RTL-Serien-Piloten „Spurlos - Alles muss versteckt sein“. Anschließend spielt sie eine Episodenhauptrolle in der ZDF-Krimireihe Kommissarin „Lukas - Wut im Bauch“ und übernimmt die Rolle einer jungen Polizistin über mehrere Folgen der mehrfach ausgezeichneten ZDF-Krimiserie „KDD“. Henny Reents lebt in Berlin.
Das Interview Was hat dir die Berufsausbildung an der Schule für Schauspiel gebracht?
Ich habe meine Ausbildung zur Schauspielerin an der Schule für Schauspiel Hamburg von 1999-2001 absolviert. Ich bin gerne auf diese Schule gegangen, habe mich aufgehoben gefühlt und für mich daraus viel Wertvolles mitgenommen. In der Zeit meiner Ausbildung habe ich gelernt, spielerisch an die Schauspielarbeit heranzugehen und immer wieder Neues auszuprobieren. Diese Eigenschaft hilft mir in meinem Beruf bis heute. Was hat dir während der Ausbildung besonders gefallen?
Die Körperarbeit, da ich zuvor eine Tanzausbildung gemacht habe. Zudem wurde ich an Texte herangeführt und habe gelernt, mich mit Stücken auseinander zu setzen. Die Arbeit an der Schule hat mein Selbstvertrauen gestärkt und mir Mut gegeben, mich auf den Beruf des Schauspielers einzulassen. Durch den Kontakt zu Gastdozenten und die Projektarbeit habe ich einen guten Einblick in den Beruf und praktische Tipps erhalten. Beides hat mir ein gutes Fundament gegeben. Was muss, nach deiner Erfahrung, ein Schauspieler generell mitbringen, um Erfolg zu haben in der Theater- und Filmbranche?
Es gibt kein Patentrezept dafür, um als Schauspieler Erfolg zu haben. Vielmehr sollte der Wunsch der Schauspielerei von Herzen kommen und jeder muss seinen eigenen Weg finden, um sich künstlerisch auszudrücken. Die Ausbildung ist erst der Anfang. Danach geht die Arbeit erst richtig los. Wenn das Gefühl für den Beruf da ist, passieren die richtigen Dinge von alleine. Allerdings bedeut der Schauspielberuf auch lebenslanges Lernen und die Einsicht, viel von sich zu geben. Was bedeutet für dich Schauspieltechnik? Schauspieltechnik bedeutet für mich, vorbereitet und körperlich fit zu sein, zu wissen, was in der Szene passiert, meinen Text zu können und ihn laut und deutlich zu sprechen. Der Rest passiert von alleine, oder auch nicht.
JAN STAPELFELDT
Zur Person
Jan Stapelfeldt wurde 1984 in Hamburg geboren. Er hat die Ausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg von 1999-2001 absolviert. Nach vielen Theaterprojekten (u.a. Tourneetheater „Minna von Barnheim“) ist er derzeit in der ARD-Serie „Marienhof“ als Valentin Ernst, einem Autisten, zu sehen.
Das Interview Was hat dir die Berufsausbildung an der Schule für Schauspiel gebracht?
Während des sechswöchigen Orientierungskurs an der Schule für Schauspiel habe ich gemerkt, dass die Schauspielerei tatsächlich ein Beruf für mich sein könnte. Daraufhin habe ich mich für die dreijährige Berufsausbildung beworben. Im Laufe der Ausbildung habe ich eine Menge gelernt und den Beruf des Schauspielers in seiner ganzen Vielfalt kennen gelernt. Heute gehe ich an jede neue Arbeit ernsthaft, aber gleichzeitig auch mit Spaß und Leidenschaft heran. Letztendlich haben mir die umfassende Grundausbildung, die Offenheit der Dozenten und die vielen Theaterprojekte dabei geholfen, als Schauspieler Fuß zu fassen. Nach vielen Theaterprojekten bin ich gerade sehr zufrieden mit meiner TV-Rolle als Valentin Ernst, einem Autisten, in der ARD-Serie „Marienhof“. Was hat dir während der Ausbildung besonders gefallen?
Das breit gefächerte Angebot. Der richtige Mix aus körperlichen und geistigen Anforderungen ist mir wichtig gewesen, denn immerhin bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit. Von der Körperarbeit über szenische Improvisation bis zum Sprechtraining auf der Bühne und vor der Kamera ist alles dabei. Wenn ich zum Beispiel in einer Szene auf dem Stuhl sitze und spreche, muss ich wissen, wie ich meine Stimme richtig entfalten kann. Die optimale Nutzung der eigenen Stimme ist sehr wichtig. Nuscheln kann man immer, aber richtig Sprechen muss man lernen. Gleichzeitig ist das Sitzen selber eine Bewegung, für das ich ein gutes Körpergefühl brauche. Ich habe gelernt, wie man sich auf der Bühne bewegt und wieder zur Ruhe kommt, und wie man seine Stimme, Aussprache und den Körper gleichermaßen trainiert. Die große Anzahl an guten Dozenten aus der Praxis hat das Angebot abgerundet. So konnte mit jedem Schauspieler individuell gearbeitet werden.
Was muss, nach deiner Erfahrung, ein Schauspieler generell mitbringen, um Erfolg zu haben in der Theater- und Filmbranche?
Als Schauspieler sollte man beständig sein. Man darf sich von Absagen nicht einschüchtern lassen. Gleichzeitig sollte man aber auch offen mit Kritik umgehen können und die Fähigkeit haben, sich zu öffnen und sensibel genug für seine Umwelt zu bleiben.
In der Ausbildung ist jeder Tag so, als schreibt mein sein Abitur. Man spielt vor Dozenten und anderen Schülern und steht mit seinem Talent ständig auf dem Prüfstand. Da wachsen schon mal Selbstzweifel. Wenn man das aber aushalten kann und sich ein „dickes Fell“ zulegt und gleichzeitig lernt, daraus immer wieder Neues zu schöpfen, hat man schon viel für sich erreicht.
All diese Erfahrungen helfen mir heute sehr, mit den Realitäten des Schauspielberufes klar zu kommen. Es ist eine große Freude, für tolle Rollen engagiert zu werden. Aber zum Dasein eines Schauspielers gehören auch weniger schöne Zeiten, wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Zukunftsunsicherheit und Selbstzweifel. Wenn man auf eine fundierte Ausbildung zurück greifen kann, ist das beruhigend. Ich denke, dass die Dozenten während der Ausbildung deshalb so schonungslos ehrlich mit uns waren, um uns auf diese Berufsumstände gut vorzubereiten. Das macht es am Anfang zwar nicht gerade leicht. Im Hinblick auf den späteren Beruf ist das aber wichtig und bereit gut auf das vor, was den Alltag eines Schauspielers ausmacht.
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